Heute ein Atheist sein

Ich habe diesen Blog gebaut, weil ich das Gefühl habe, dass man trotz unserer aufgeklärten Zeit immer noch nicht offen Atheist sein darf. 

Niemand zweifelt dich als Person an wenn du zu Gott betest und einen Glauben offen trägst. Wenn du die Existenz Gottes aber nicht anerkennst obwohl es wissenschaftlich erwiesen ist, bekommst du irritierte Blicke selbst von konfessionslosen. Konfessionslos ist nicht gleich Atheist. 

Auch ich habe trotz Kirchenaustritt mit 14 lange an der Möglichkeit eines Gottes festgehalten. Habe mir eingeredet, dass er in einer anderen Art existent ist, als die Bibel es vorbetet. Aber am Ende konnte ich nur zu dem Schluss kommen, dass es keine logische Begründung gibt an Gott zu glauben. 

Man muss nicht glauben, dass die Hölle droht um ein guter Mensch zu sein. Man kann auch einfach gut sein ohne eine Belohnung im Nachleben zu erwarten. Moralisch ist das sogar besser. 

Als Atheist tu ich das richtige ohne eine Gegenleistung zu erwarten. 

Aber nicht nur privat ist es schwer. Auch politisch und beruflich. 

Ich fühle mich durch keine Partei vertreten, denn keine Partei ist für Atheisten zuständig. Wir genießen keinen Schutz. Wen man mich beschimpft, weil ich gottlos bin, muss ich das einfach hinnehmen. Religionen sind gesetzlich gegen die Wahrheit geschützt. 

Vielleicht findet ein anderer Atheist Trost in meinen Worten. Ein Atheist zu sein hat meine Psyche stabilisiert. Ich warte nicht mehr auf Wunder oder glaube mein Leben sei eine Prüfung. Ich nehme die Dinge in die Hand und mache das beste aus dem einen Leben das ich habe. Würde das jeder machen,  würden wir wahrscheinlich in einer besseren Welt leben. 

Wer weiß. 

Ich freue mich über eure Erfahrungen zu lesen. 

Lg eure anonyme Atheistin. 

3 Kommentare zu Heute ein Atheist sein

  1. Viel Erfolg bei dem Vorhaben!
    Ich finde vielleicht nicht ganz so, dass man nicht Atheistin sein darf. Hat natürlich viel mit dem konkreten Umfeld zu tun. In meinem wird man eher ausgelacht, wenn man offen religiös ist.
    Aber andere können ja andere Erfahrungen haben als ich.

    1. Es ist gut, dass du ein offenes Umfeld hast, aber es fiel mir auf, als ich in einem Gespräch sagte, dass es ja eh keinen Gott gibt, da erntet man plötzlich komische Blicke. Viele haben noch so ein bisschen Restglaube und den wollen sie anscheinend behalten.

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