Moral und Empathie

Was ist Moral? Was ist moralisch richtig? Was falsch?

Wir stehen in unserem Leben manchmal an einem Scheideweg. Tun wir das moralisch richtige oder nicht? Aber was ist diese Moral und was ist der Grund sich dafür zu entscheiden.

Christliche Fundamentalisten sind der Meinung, dass Atheisten keine Moral haben. Für sie sind Atheisten Mörder, Diebe und Vergewaltiger. Die Wahrheit sind anders aus.Studien haen gezeigt, dass Atheistin ähnliche Gehirnmuster haben wie Psychopathen. Ein gefundenes Fressen für alle Gläubigen. Wir sind Psychopathen, also Mörder, Serienmörder, Massenmörder. Doch wer sind die großen Mörder unserer Geschichte wirklich gewesen und worin ähneln Atheisten tatsächlich den Psychopathen.

Es beginnt mit der Moral, dem Gefühl für richtig und falsch.

Der Christ, Jude, Moslem muss sich (so glaubt er) am Ende seines Lebens für seine Taten rechtfertigen. Ihm droht die Hölle oder das Fegefeuer wenn er nicht nach seinen vorgegebenen Werten gelebt hat.

Ein Psychopath rechtfertigt sich vor niemandem außer sich selbst. Ein Psychopath kennt auch den Unterschied zwischen gut und böse, richtig und falsch. Aber er tut unter Umständen falsches und böses wenn es ihm zum Vorteil gereicht. Er ist jemand der eiskalt kalkuliert. Er ist nicht völlig gleichgültig, den er kann physischen Schmerz fühlen und er findet das Gefängnis auch nicht gerade bequem. Also passt er sich an und verbirgt sein Wesen. Wird zum Schauspieler.

Der Atheist ist anders. Er hat etwas sehr wichtiges, dass dem Psychopathen völlig fehlt und das Studien zufolge auch bei Gläubigen rarer gesät ist. Er hat Emphatie. Mitgefühl ist der Grund warum Atheisten keine gottlosen Wilden sind. Wir möchten nicht, dass es unseren Mitmenschen schlecht geht, selbst ein Wildfremder hat mein Mitgefühl verdient. Er kann es nur durch sein eigenes Verhalten verlieren.

Religiöse Menschen richten ihr Mitgefühl in erster Linie auf die, die ihnen gleichen. Natürlich lieben auch Gläubige ihre Kinder und so mancher Gläubiger steht vor einer schweren Prüfung wenn sein Mitgefühl mit dem eigenen Blut mit seinen religiösen Werten kollidiert. Wenn das eigene Kind nicht glaubt oder wenn das eigene Kind homosexuell wird oder wenn es einen andersgläubigen Partner nach Hause bringt.

An dieser Stelle entscheidet sich ob die eigene Empathie stärker ist als der erlernte Glaube. Natürlich ist das auch umgekehrt eine schwere Prüfung. Meine atheistischen Eltern hatten schwere Zeiten als ich in einer christlichen Sekte war. Aber sie waren immer an meiner Seite und haben meinen Glauben in dieser Zeit einfach aktzeptiert und mir die Zeit gegeben um zu erkennen, dass ich von Blendern umgeben war. Und so gelang mir der Ausstieg viel leichter, als wenn ich christliche Eltern hätte und zum Judentum konvertiert wäre. Plötzlich Jesus als Erlöser abzulehnen wäre etwas, dass zum Bruch führen kann.

Und das ist die erlernte Moral, die uns entzweit. Weil Moralvorstellungen nicht aus den Erfahrungen erwachsen sondern angelernt werden.

Es mag nicht die Definition aus dem Wörterbuch sein, aber Empathie ist für mich der innere Kompass der auf gut und richtig zeigt, wann immer wir vor einer Entscheidung stehen.

Die Moral zwingt uns in der Kirche Geld in den Klingelbeutel zu geben. Die Empathie lässt uns freiwillig geben. Sie richtet unseren Kompass auf die, die wirklich Hilfe brauchen.

Ich habe gelernt mich auf meinen Kompass zu verlassen.

Es ist z.B. nicht richtig, den eigenen Körper wegen religiöser Moralvorstellungen zu verhüllen obwohl man das eigentlich nicht möchte.

Es ist aber richtig, den anderen die Freiheit der Verhüllung zu gewähren, wenn er/sie das möchte. Wenn eine Frau eine hohe Schamgrenze hat, ist es okay  wenn sie sich verhüllt, jedoch sollten niemand, egal ob aus Angst, Scham oder religöser Überzeugung sein Gesicht verhüllen. Denn damit sperrt man sich selbst ein und die Welt aus. Damit kann man nicht glücklich werden.

Doch sollte man es deshalb nicht gesetzlich verbieten sondern viel mehr Aufklärung betreiben.

Aber Kleidung und Kopfbedeckung seien jedem so gegeben wie er es möchte.

Anderes Beispiel: Es ist nicht richtig einen Menschen zu verurteilen, weil er/sie sich für Geld sexuell anbietet.

Es ist richtig, einem Menschen Hilfe anzubieten, der dies nicht aus Überzeugung sondern aus Verzweiflung oder durch Zwang tut.

Eine Prostituierte ist nicht weniger Opfer, wenn sie vergewaltigt wird, als jede andere Frau.

Niemand soll sich verkaufen müssen, aber jeder sollte es dürfen.

Denn auch für meinen Job im Büro verkaufe ich mich, nur ist es nicht mein Körper sondern mein Geist, den ich hier anbiete und das ist okay, solange es zu meinen Bedingungen geschieht, solange ich nicht versklavt werde.

Den Unterschied macht hier nur die Moralvorstellung, dass es falsch ist sexuelle Dienste für Geld anzubieten. Aber es liegt immer an einem selbst ob es richtig oder falsch ist.

Nur weil es für mich falsch ist, ist es nicht generell falsch. Es ist nicht für die PornodarstellerInnen falsch. Es ist nicht für StripperInnen falsch. Es ist auch nicht für Prostituierte falsch, wenn es ihre eigene Entscheigung ist. Wenn es für sie richtig ist.

Wenn ihr euch also ertappt wie er ein Urteil aufgrund erlernter Moralvorstellungen fällt, werft die Moral ab.

Hört auf euer Gefühl!

 

 

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