Von rechts nach links

Rauchverbot damals und heute

Als Dampfer und vor allem als Aktivist in diesem Bereich hat man schon oft den Eindruck gehabt, dass der Kampf gegen die E-Zigarette extreme Züge annimmt. Es gibt keine Fakten, die ihn begründen, vielmehr steckt eine Ideologie dahinter.

Kurbelursel hat dies in einem Forumsbeitrag zum Thema Gesundheitsreligion sehr gut zusammen gefasst. Ich persönlich würde es als Gesundheitswahn bezeichnen.

Nun habe ich dort gelesen, dass die WHO Dresden zur „Healthy City“ ernannt oder gemacht hat. DRESDEN! Gerade Dresden ist hier ein unglaublich passendes Beispiel. Man beachte, ich gehe nicht davon aus, dass ganz Dresden der Pegida angehört. Man hört eben nur die lautesten schreien. Der Rest kann nur die Augen verdrehen.

Aber es kurzer Blick im Gockel führte mich zur Wikipedia und Deutschlands Kampf gegen den Tabak, die Anti-Tabak-Bewegung in Nazi-Deutschland.

Frauen, die rauchten, waren unattraktiv und nicht als Mütter geeignet. Die Schuld am Tabakkonsum wurde den Juden zugeschoben und man findet noch einiges mehr, bei dem es dem vernunftbegabten Menschen heute nur die Haare aufstellen kann.

Trotzdem die Tabaksteuer wurde mit Handkuss übernommen, genauso wie die Rauchverbote und heute auch üblich, Raucher unattraktiv zu machen.

Dasselbe geschieht auch mit Dampfern

Dampfen sei heuchlerisch heißt es in dem einen Artikel. Andere schreiben, man sähe damit lächerlich aus. Das sind die gleichen Methoden. Fakt ist, als ich das erste Mal jemanden mit einer elektrischen Zigarette sah, empfand ich das keineswegs als unattraktiv, lächerlich oder heuchlerisch. Ich sah nur eine Möglichkeit, dem tödlichen Tabak zu entkommen und trotzdem weiterhin dem Genuss zu frönen.

Vielleicht ist es das, was der WHO nicht in den Kram passt. Vielleicht sollen wir nur noch in Askese leben. Deshalb wird alles was Genuss ist schlecht gemacht. Offenkundig und unterschwellig werden E-Zigaretten schlecht gemacht. Unterschwellig in dem man immer wieder die selben falschen Bilder verwendet (pinke Dampfen mit Strasssteinen). Offenkundig in dem man konjunktivgetränkte Behauptungen aufstellt, für die es keinerlei wissenschaftliche Grundlage gibt.

Doch interessant ist allemal, dass in der aktuellen Politik in den verschiedensten Ländern, die Selbstbestimmung für Raucher und auch Dampfer, eher in den rechten Wahlprogrammen zu finden sind, während die Anti-Genusslobby komplett nach links gedriftet ist. Aber wer weiß was passiert, wenn doch mal eine rechte Regierung die Macht erlangt. Ich glaube nicht, dass Rauchen dann plötzlich wieder salonfähig wird.

Bekämpft die europäische Union ihre Bürger?

Ich glaube, dass linke Regierungen das gescheiterte Projekt EU wichtig erscheinen lassen, in dem sie gemeinsam an einem Strang ziehen und dabei die Raucher und Dampfer opfern (bestimmt auch andere, aber hier fällt es mir besonders auf). Alleine die Tatsache, dass man erst jetzt die Austrittsbedingungen mit Großbritannien verhandelt, weil ein Ausstieg nicht vorgesehen war. Wer unterschreibt einen Vertrag, bei dem eine Kündigung nicht mehr möglich ist, auch wenn sich die AGB regelmäßig zum schlechteren für den einzelnen ändern?

Warum sind die Briten die einzigen, die objektiv über Rauchen und Dampfen sprechen können?

Weil sie bereits wussten, dass der Ausstieg kommt? Ist das Gefüge EU und USA eine Verschwörung gegen die Wahrheit?

Was sind die Konsequenzen wenn die EU zerfällt? Werden wir wieder über uns selbst bestimmen dürfen?

 

 

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Ein Kommentar zu “Von rechts nach links
  1. kurbelursel sagt:

    Da wir keine verlässlichen Glaskugeln haben, können wir Deine letzte Frage leider nicht beantworten.
    Vielleicht einfach noch weiter zurück gehen in der Geschichte? Dann kommen wir raus beispielsweise bei der französischen Revolution. Zu deren Unruhen auch Tabakpreise aufgrund von übermäßigen Steuern beigetragen haben.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Tabakkonsums

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