Politik ist wie Religion

die Leute wählen sich eine Partei aus, weil diese in ein paar Punkten mit ihrem Weltbild übereinstimmt. Der Rest der nicht passt, der wird einfach ignoriert.

Bei Religion ist es ähnlich. Vertreter christlicher Werte picken sich auch nur die Werte heraus, die ihnen angenehm sind und alles was nicht passt, das war nicht so gemeint, muss anders interpretiert werden und so weiter und so fort….

Und wenn ich mir dann anschaue, wie Leute Listen machen, warum sie AFD oder FPÖ wählen, dann merkt man das sofort.

Da sind die ganzen rassistischen und homophoben Punkte der Parteien nicht dabei.

Aber wenn man diese Parteien unterstützt, dann unterstützt man Homophobie, Rassismus und Klassendenken.

Das kann man sich gerne schön reden, bleibt aber trotzdem die Wahrheit.

Dasselbe gilt für die Religion. Wer die Kirche unterstützt, unterstützt Frauenfeindlichkeit, Homophobie und was am traurigsten ist, großflächigen Kindesmissbrauch.

Es ist immer wieder interessant, wie ein Kirchenskandal reihenweise Leute austreten lässt. Gleichzeitig werden immer noch Kinder getauft, deren Eltern mit Sicherheit auch von diesen Verbrechen wissen und sich fragen sollten. Welchen Nutzen hat eine Taufe (wenn man schon an Gott glauben will), wenn diese durch eine Organisation von alten Römern durchgeführt wird, den Menschen, die Jesus doch überhaupt ans Kreuz nagelten und das Christentum nur zur Staatsreligion machten um es zu verderben.

Glaubt man den Geschichten rund um Jesus Christus, war Petrus der erste, der korumpiert wurde, als er sich zum Papst krönen lies.

Ich glaube nicht an die Kirche oder an Gott, wie ihn die Bibel beschreibt.

Aber ich kann mir gut vorstellen, dass es jemanden wie Jesus gab, der mit Charisma und Liebe, die Menschen auf den moralisch richtigen Weg führen wollte. Ein Weg der weg von Steinigung führt, weg von der Unterdrückung der Frauen, weg von Sklaverei und von der Korruption.

Aber die Kirche hat sich den Heiland genommen und zu ihrer Gallionsfigur gemacht. Wer weiß, was erreichen hätte können, hätte man ihn nicht gekreuzigt und den dummen Schafen erklärt man, er sei für ihre Sünden gestorben.

Dabei ist es doch viel eher so gewesen, dass er uns klar machen wollte, dass was aus Liebe geschieht keine Sünde ist (Homosexualität zum Beispiel).

Jedoch wer sich und andere in den Tod reißt, weil er sich das Paradies erhofft, der handelt nicht aus Liebe sondern aus purer Gier.

Geht man davon aus, dass mancher Selbstmordattentäter gar nicht glaubt, sondern nur für die Märtyrerrente an seine Familie stirbt, dann können wir ihn nicht mehr dämonisieren, denn wir müsste uns fragen, warum sah er sich zu dieser Tat genötigt.

Ich werde es nicht entschuldigen, aber wir müssen Ursachen bekämpfen. Wir müssen für Gerechtigkeit sorgen. Jeder muss von seiner Hände Arbeit auch leben können.

Nur dann hat man eine Chance gegen Fundamentalisten.

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