Elli’s Kommentar zu U-Bahnmusikern bei den Wiener Linien

Vor einiger Zeit stellten die Wiener Linien die (Achtung Sarkasmus) bahnbrechende Idee vor, durch U-Bahnmusiker das subjektive Sicherheitsgefühl in leeren Stationen zu erhöhen, besonders bei Nacht. Dafür wollte man Straßenmusiker casten und ihnen so eine Bühne bieten.

Dazu mehrere Gedanken:

  1. so mancher U-Bahnmusiker (derzeit natürlich noch illegal, da bisher nicht erlaubt), verursacht erst das Unsicherheitsgefühl in der U-Bahn, da diese Leute auf Ablehnung rabiat reagieren.
  2. die Musiker, die sich bewerben, sollen nicht nur gut spielen. Sie sollen gratis spielen und noch 10 Euro Gebühr zahlen um sich überhaupt bewerben zu können.
    Klar könnte man nun sagen, dass die Straßenmusiker ja vom Hutgeld leben, aber (!) diese Musiker dürfen sich ihre Plätze nicht aussuchen. Nicht hochfrequentierte und damit rentable Bereiche sind das Ziel der Musikaktion. Nein bereits eingangs erwähnt sollen besonders wenig besuchte Stationen bzw. nächtliche Stationen bespielt werden. Also genau da wo am wenigsten zu holen ist. Der Musiker soll nach einem Auswahlverfahren der Marke DSDS für 10 Euro Gebühr also an einem unsicheren Ort spielen, ohne Verdienst und ohne Versicherung, falls mal ihm selbst dabei etwas zu stößt, schließlich sind diese Musiker keine Hulks und werden nicht unbedingt ihre Instrumente als Waffe einsetzen, sind diese doch ihre einzige Einnahmequelle.

Also liebe Wiener Linien. Ja es wäre gut, wenn ihr agressive Bettler und Musiker effizient aus den U-Bahnen und Stationen entfernt. Es wäre auch angenehm stattdessen mit guter Musik unterhalten zu werden. Um insgesamt eine positive Stimmung unter den Fahrgästen zu verbreiten sollte diese gute Musik natürlich auf gut frequentierten Orten gespielt werden. Den die gute Laune werden die Menschen weitertragen und so wird sich über das gesamte Streckennetz die finstere Miene vieler Fahrgäste erhellen und somit auch das Sicherheitsgefühl verbessern, wenn nicht jeder wie ein künftiger Amokläufer drein schaut (wie ich auch so oft).

Diese Musiker sollten aber als Dienstleister behandelt werden und ein Grundgehalt mit Versicherung erhalten. Minimum eine geringfügige Beschäftigung muss da schon drinnen sein. Und für die Sicherheit der Musiker muss dabei genauso gesorgt werden.

Das sind meine Gedanken dazu.

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