Ist Transsexualität ein Zivilisationsphänomen? 

Es gibt ja diverse Varianten wie man  die eigene Sexualität empfindet und zu wem man sich hingezogen fühlt.

Das meiste davon ist biologisch begründet.

Jedoch habe ich mir Gedanken gemacht über das Phänomen Transsexualität. Insbesondere bei Transsexuellen die sich bewusst nicht operieren lassen.

Dazu muss ich ein bisschen ausholen.

In meiner Kindheit wurde gerne gesagt ich sei ein „verpatzter Bua“. Mein Verhalten war nicht typisch Mädchen sondern eben typisch Junge. Aber wer entscheidet was typisch ist, wenn nicht die Erwartungshaltung der Gesellschaft.

Ist Transsexualität nicht einfach nur die Ablehnung eines gesellschaftlichen Konstrukts von Mann und Frau? Demzufolge ist es keine geschlechtliche Besonderheit sondern einfach nur die grundsätzliche Ablehnung einem Rollenbild zu entsprechen.

Wenn ich nun einen Sohn bekäme und dieser gerne Kleider und Röcke trägt kann man dann bereits sagen, dass er transsexuell sei. Vielmehr ist er doch immer noch ein Kind und sollte noch gar nicht vor dieser Wahl stehen.

Da gab es ein Video im Internet wo ein Mädchen von vielleicht 8 Jahren die Geschlechtertrennung bei Kinderkleidung und Spielzeugen kritisiert und es meiner Meinung nach absolut erfasst hat.

Heute gibt es nicht mehr Ü-Eier sondern Jungen und Mädcheneier. Warum?

Warum sollen auf einmal Jungs keine Wonderwoman und Supergirl Figuren haben?

Warum drängen wir nach Jahren der Emanzipation und Gleichstellung noch viel stärker unsere Kinder in Geschlechterrollen. 

Ich habe mich noch nie weiblich oder männlich gefühlt. Die Frage hat sich für mich nie gestellt. Mein biologisches Geschlecht hat für mich nur medizinische Bedeutung. Dinge wie Menstruation bei Frauen oder das sich Frauen eher einen Zwerchfellbruch zuziehen als einen Leistenbruch. 

Aber abgesehen von biologischen Alleinstellungsmerkmalen gibt es für mich keinen Grund mich als Frau zu fühlen. Wie fühlt man sich weiblich oder männlich? Woran macht man  es fest im falschen Körper zu sein wenn nicht daran dass man die Erwartungen der Gesellschaft an das eigene Geschlecht nicht erfüllt.

Dieses Thema ist für mich eng verflochten mit der Frage um die Homoehe. Ein biologischer Mann der sich als Frau fühlt darf eine Frau heiraten aber eine Frau die sich als Mann identifiziert darf dies nicht obwohl es für sie das normalste der Welt wäre.

Ich glaube Transsexualität ist ein Phänomen dass aus dem Geschlechterbild der Zivilisation entsteht. Ich glaube nicht dass sich die ersten Menschen darüber Gedanken gemacht haben.

Starke Frauen wurden genauso Jäger wie Männer und schwächere Männer wurden Sammler mit den Frauen.

Ich glaube, dass es das so sicher damals schon gab und man dabei einfach keinen Gedanken an Mann und Frau als Definition verschwendet hat.

Was denkt ihr? 

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