Online Hass – gefährlicher Trend oder nur zuviel Aufmerksamkeit?

Während man im Fall Natascha Kampusch oder Josef Fritzl nur Hass gegen die Täter in den sozialen Medien findet, ist dies im aktuellen Fall eines 7-jährigen Mädchen und auch bei anderen Verbrechen gegen Ausländer, nicht der Fall.

Weil man die Schuld nicht dem Mädchen geben kann, sucht man sie bei den Eltern.

Und was diese durchmachen müssen möchte ich mir gar nicht vorstellen.

Aber es wird immer häufiger. Der Onlinehass ist gesellschaftsfähig geworden. Im Fall einer 9-jährigen aus Kanada die auf Instagram im Hip Hop Style mit Geld um sich wirft und schimpft, geht der Hass auch direkt gegen das Mädchen und es werden Todeswünsche und Drohungen ausgesprochen.

Aber wie gehen wir damit um. Wir geben dem Hass eine Bühne. Medien greifen das Thema immer wieder auf und wiederholen gerne die Kommentare die man in Gruppen in den sozialen Medien findet.

Auf einigen Plattformen muss man gar nicht lange suchen. Es ist auch egal geworden worum es geht, bei Österreich oder Heute auf Facebook muss man nicht lange warten bis jemand Ausländer anspricht. Entweder sind sie schuld an was auch immer oder aber wenn es gar nicht zum Thema passt dann wird das Thema einfach gewechselt, nach dem Motto, wenn interessiert das wenn wir von Islamisten überrannt werden.

Die Frage ist wie sollten wir tatsächlich reagieren. Sollten wir die Kommentare nicht besser einfach ignorieren. Sollten wir nicht aufhören uns auch noch für unsere Meinung zu rechtfertigen? ( so geschehen bei den Vorwürfen gegen die Familie des ermordeten Mädchens).

Sollten wir nicht stattdessen versuchen die Diskussion aus dem Internet wieder in die echte Welt zu bringen.

Wenn ich von jemandem in meinem sozialen Netzwerk einen Hasspost lese, dann sollte ich nicht dort kommentieren. Den hinter dem Smartphone oder Monitor bleibt derjenige sicher stur (habs oft getestet). Aber direkte Konfrontation sieht gleich ganz anders aus.

Ich werde das jetzt mal testen. Anstatt Menschen mit dem Onlinehasssyndrom alleine zu lassen und aus Facebook zu entfernen werde ich diese direkt konfrontieren. Denn dann haben sie nicht die Masse der anderen Hater hinter sich und fangen vielleicht mal wieder an nachzudenken.

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